Chevalier

Wissen

17,4 Tage waren Versicherte laut einer Erhebung des Verbandes der Betriebskrankenkassen (BKK) im Jahr 2016 durchschnittlich arbeitsunfähig und damit krank geschrieben. Doch wer nicht zur Arbeit gehen kann, muss noch lange nicht nur in seiner Wohnung auf die Genesung warten: Kino, Sport oder Urlaub - all das kann man auch im Krankheitsfall, doch dabei gilt es einiges zu beachten.

Zu allererst dem Arbeitgeber Bescheid geben

Wer am Morgen aufwacht und feststellt, dass er nicht zur Arbeit gehen kann, muss zuallererst bei seinem Vorgesetzten anrufen. Dabei müssen Beschäftigte mitteilen, wie lange sie voraussichtlich ausfallen werden, damit der Arbeitgeber besser planen kann. Wer das nicht macht, riskiert eine Abmahnung - oder im Härtefall sogar die Kündigung.

Wer nur kurz ausfällt muss normalerweise nicht zum Arzt

Sollte von Anfang an klar sein, dass man nur ein, zwei oder auch drei Tage ausfällt, braucht man meist keine offizielle Krankschreibung durch einen Arzt. Es gibt allerdings auch Unternehmen, die schon für den ersten Krankheitstag eine Bescheinigung des Arztes verlangen. Dies ist im Arbeitsvertrag festgehalten. In diesem Fall bleibt dem Arbeitnehmer nichts anderes übrig, als direkt einen Mediziner aufzusuchen.

Bei einem längeren Ausfall braucht es eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Wer mehr als drei Tage ausfällt, muss sich laut Gesetz auf jeden Fall von einem Arzt krankschreiben lassen. Der Arzt stellt dann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) aus, die man dann an seinen Arbeitgeber weitergeben muss. Dieses offizielle Dokument muss dem Vorgesetzten spätestens am vierten Tag schriftlich, also in Papierform, vorliegen. Die Bundesregierung arbeitet derzeit an einer elektronischen Krankmeldung. Aktuell bleibt einem noch nichts anderes möglich, als das Schreiben per Post einmal an den Arbeitgeber und an seine Krankenkasse zu verschicken.

Der Arbeitgeber muss weiter Lohn zahlen

Arbeitgeber müssen auch ihren krankgeschriebenen Mitarbeitern weiter Lohn zahlen - und zwar zu 100 Prozent. Das gilt für einen Zeitraum von sechs Wochen. Danach endet die Verpflichtung und die Krankenkasse zahlt dem Arbeitnehmer fortan das sogenannte Krankengeld. Wie hoch das ist, hängt bei gesetzlich Versicherten vom eigentlichen Gehalt sowie Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld ab. Die Krankenkasse zahlt dem erkrankten Mitarbeiter dann für einen Zeitraum von 72 Wochen Krankengeld. Insgesamt hat der Arbeitnehmer also 78 Wochen - ca. anderthalb Jahre -  Anspruch auf Krankengeld (6 Wochen durch den AG und 72 Wochen durch die Krankenkasse). Im Anschluss erhält der Arbeitnehmer zunächst Arbeitslosengeld I und später dann Arbeitslosengeld II. Das Arbeitsverhältnis besteht aber ständig weiter, solange keine der beiden Seiten wirksam kündigt.

Eine Gesundschreibung braucht es nicht

Wer sich trotz Krankschreibung wieder gesund genug fühlt, um arbeiten zu gehen, kann das ohne Weiteres machen. Es gibt keine Verpflichtung, sich bei seinem Arzt auch wieder “gesund” oder “arbeitstauglich” schreiben zu lassen.

Sport treiben, ins Kino gehen, einkaufen

Wer nicht zur Arbeit gehen kann, darf je nach Art Krankheit auch Sport machen, einkaufen oder ins Kino gehen. Grundsätzlich gilt: Arbeitnehmer dürfen alles machen, was ihre Genesung nicht gefährdet beziehungsweise verlängert. Selbst in den Urlaub fahren darf man mit einer Krankschreibung. Erfährt der Arbeitgeber jedoch, dass man seine Genesung aufs Spiel setzt, ist das ein Grund für eine Abmahnung oder sogar für eine Kündigung.

Der Arbeitgeber darf den Arbeitnehmer kontrollieren

Hat der Vorgesetzte Zweifel an der Krankschreibung des Mitarbeiters, kann er den medizinischen Dienst der Krankenkasse einschalten. Die erstellt dann ein medizinisches Gutachten, das festlegt ob man wirklich krank ist. Kommt heraus, dass man gar nicht krank war, gilt das als Betrugsversuch. Der Arbeitgeber kann dann eine Verdachtskündigung aussprechen. In diesem Fall sollte man sich unbedingt an einen Anwalt wenden. Denn wenn ein Experte am Werk ist, erhöht das fast immer die Wahrscheinlichkeit, am Ende nicht gekündigt zu werden. Kommt es zu einer Auseinandersetzung vor Gericht hat man sonst oft wenig Chancen.

Wenn Sie sich in Krankheitsfragen und Ihren Rechten in solchen Fällen unsicher sind, können Sie die kostenfreie Erstberatung von Chevalier in Anspruch nehmen. In unserer Erfahrung erhöht das Einschalten von externen Experten immer die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich am Ende durchzusetzen. Wenn der Arbeitgeber selbst mit Anwälten arbeitet, haben Sie sonst oft wenig Chancen.

Zu beachten ist aber, dass im Arbeitsrecht jeder seine eigenen Anwalts- und Gerichtskosten trägt. Das ist anders, als zum Beispiel im Zivilrecht - dort muss der Verlierer für alles zahlen. Sollten Sie das Kostenrisiko für den Prozess nicht selbst tragen möchten, bietet Chevalier die Möglichkeit, den Prozess vorzufinanzieren. Bezahlen müssen Sie dann nur im Erfolgsfall.

Sie benötigen Hilfe in einem Kündigungsfall?

Teilen Sie uns Ihren Fall mit und wir erläutern Ihnen gern kostenfrei Ihre Möglichkeiten.

Sie benötigen Hilfe in einem Kündigungsfall?

Teilen Sie uns Ihren Fall mit und wir erläutern Ihnen gern kostenfrei Ihre Möglichkeiten.

17,4 Tage waren Versicherte laut einer Erhebung des Verbandes der Betriebskrankenkassen (BKK) im Jahr 2016 durchschnittlich arbeitsunfähig und damit krank geschrieben. Doch wer nicht zur Arbeit gehen kann, muss noch lange nicht nur in seiner Wohnung auf die Genesung warten: Kino, Sport oder Urlaub - all das kann man auch im Krankheitsfall, doch dabei gilt es einiges zu beachten.

Zu allererst dem Arbeitgeber Bescheid geben

Wer am Morgen aufwacht und feststellt, dass er nicht zur Arbeit gehen kann, muss zuallererst bei seinem Vorgesetzten anrufen. Dabei müssen Beschäftigte mitteilen, wie lange sie voraussichtlich ausfallen werden, damit der Arbeitgeber besser planen kann. Wer das nicht macht, riskiert eine Abmahnung - oder im Härtefall sogar die Kündigung.

Wer nur kurz ausfällt muss normalerweise nicht zum Arzt

Sollte von Anfang an klar sein, dass man nur ein, zwei oder auch drei Tage ausfällt, braucht man meist keine offizielle Krankschreibung durch einen Arzt. Es gibt allerdings auch Unternehmen, die schon für den ersten Krankheitstag eine Bescheinigung des Arztes verlangen. Dies ist im Arbeitsvertrag festgehalten. In diesem Fall bleibt dem Arbeitnehmer nichts anderes übrig, als direkt einen Mediziner aufzusuchen.

Bei einem längeren Ausfall braucht es eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Wer mehr als drei Tage ausfällt, muss sich laut Gesetz auf jeden Fall von einem Arzt krankschreiben lassen. Der Arzt stellt dann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) aus, die man dann an seinen Arbeitgeber weitergeben muss. Dieses offizielle Dokument muss dem Vorgesetzten spätestens am vierten Tag schriftlich, also in Papierform, vorliegen. Die Bundesregierung arbeitet derzeit an einer elektronischen Krankmeldung. Aktuell bleibt einem noch nichts anderes möglich, als das Schreiben per Post einmal an den Arbeitgeber und an seine Krankenkasse zu verschicken.

Der Arbeitgeber muss weiter Lohn zahlen

Arbeitgeber müssen auch ihren krankgeschriebenen Mitarbeitern weiter Lohn zahlen - und zwar zu 100 Prozent. Das gilt für einen Zeitraum von sechs Wochen. Danach endet die Verpflichtung und die Krankenkasse zahlt dem Arbeitnehmer fortan das sogenannte Krankengeld. Wie hoch das ist, hängt bei gesetzlich Versicherten vom eigentlichen Gehalt sowie Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld ab. Die Krankenkasse zahlt dem erkrankten Mitarbeiter dann für einen Zeitraum von 72 Wochen Krankengeld. Insgesamt hat der Arbeitnehmer also 78 Wochen - ca. anderthalb Jahre -  Anspruch auf Krankengeld (6 Wochen durch den AG und 72 Wochen durch die Krankenkasse). Im Anschluss erhält der Arbeitnehmer zunächst Arbeitslosengeld I und später dann Arbeitslosengeld II. Das Arbeitsverhältnis besteht aber ständig weiter, solange keine der beiden Seiten wirksam kündigt.

Eine Gesundschreibung braucht es nicht

Wer sich trotz Krankschreibung wieder gesund genug fühlt, um arbeiten zu gehen, kann das ohne Weiteres machen. Es gibt keine Verpflichtung, sich bei seinem Arzt auch wieder “gesund” oder “arbeitstauglich” schreiben zu lassen.

Sport treiben, ins Kino gehen, einkaufen

Wer nicht zur Arbeit gehen kann, darf je nach Art Krankheit auch Sport machen, einkaufen oder ins Kino gehen. Grundsätzlich gilt: Arbeitnehmer dürfen alles machen, was ihre Genesung nicht gefährdet beziehungsweise verlängert. Selbst in den Urlaub fahren darf man mit einer Krankschreibung. Erfährt der Arbeitgeber jedoch, dass man seine Genesung aufs Spiel setzt, ist das ein Grund für eine Abmahnung oder sogar für eine Kündigung.

Der Arbeitgeber darf den Arbeitnehmer kontrollieren

Hat der Vorgesetzte Zweifel an der Krankschreibung des Mitarbeiters, kann er den medizinischen Dienst der Krankenkasse einschalten. Die erstellt dann ein medizinisches Gutachten, das festlegt ob man wirklich krank ist. Kommt heraus, dass man gar nicht krank war, gilt das als Betrugsversuch. Der Arbeitgeber kann dann eine Verdachtskündigung aussprechen. In diesem Fall sollte man sich unbedingt an einen Anwalt wenden. Denn wenn ein Experte am Werk ist, erhöht das fast immer die Wahrscheinlichkeit, am Ende nicht gekündigt zu werden. Kommt es zu einer Auseinandersetzung vor Gericht hat man sonst oft wenig Chancen.

Wenn Sie sich in Krankheitsfragen und Ihren Rechten in solchen Fällen unsicher sind, können Sie die kostenfreie Erstberatung von Chevalier in Anspruch nehmen. In unserer Erfahrung erhöht das Einschalten von externen Experten immer die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich am Ende durchzusetzen. Wenn der Arbeitgeber selbst mit Anwälten arbeitet, haben Sie sonst oft wenig Chancen.

Zu beachten ist aber, dass im Arbeitsrecht jeder seine eigenen Anwalts- und Gerichtskosten trägt. Das ist anders, als zum Beispiel im Zivilrecht - dort muss der Verlierer für alles zahlen. Sollten Sie das Kostenrisiko für den Prozess nicht selbst tragen möchten, bietet Chevalier die Möglichkeit, den Prozess vorzufinanzieren. Bezahlen müssen Sie dann nur im Erfolgsfall.

17,4 Tage waren Versicherte laut einer Erhebung des Verbandes der Betriebskrankenkassen (BKK) im Jahr 2016 durchschnittlich arbeitsunfähig und damit krank geschrieben. Doch wer nicht zur Arbeit gehen kann, muss noch lange nicht nur in seiner Wohnung auf die Genesung warten: Kino, Sport oder Urlaub - all das kann man auch im Krankheitsfall, doch dabei gilt es einiges zu beachten.

Zu allererst dem Arbeitgeber Bescheid geben

Wer am Morgen aufwacht und feststellt, dass er nicht zur Arbeit gehen kann, muss zuallererst bei seinem Vorgesetzten anrufen. Dabei müssen Beschäftigte mitteilen, wie lange sie voraussichtlich ausfallen werden, damit der Arbeitgeber besser planen kann. Wer das nicht macht, riskiert eine Abmahnung - oder im Härtefall sogar die Kündigung.

Wer nur kurz ausfällt muss normalerweise nicht zum Arzt

Sollte von Anfang an klar sein, dass man nur ein, zwei oder auch drei Tage ausfällt, braucht man meist keine offizielle Krankschreibung durch einen Arzt. Es gibt allerdings auch Unternehmen, die schon für den ersten Krankheitstag eine Bescheinigung des Arztes verlangen. Dies ist im Arbeitsvertrag festgehalten. In diesem Fall bleibt dem Arbeitnehmer nichts anderes übrig, als direkt einen Mediziner aufzusuchen.

Bei einem längeren Ausfall braucht es eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Wer mehr als drei Tage ausfällt, muss sich laut Gesetz auf jeden Fall von einem Arzt krankschreiben lassen. Der Arzt stellt dann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) aus, die man dann an seinen Arbeitgeber weitergeben muss. Dieses offizielle Dokument muss dem Vorgesetzten spätestens am vierten Tag schriftlich, also in Papierform, vorliegen. Die Bundesregierung arbeitet derzeit an einer elektronischen Krankmeldung. Aktuell bleibt einem noch nichts anderes möglich, als das Schreiben per Post einmal an den Arbeitgeber und an seine Krankenkasse zu verschicken.

Der Arbeitgeber muss weiter Lohn zahlen

Arbeitgeber müssen auch ihren krankgeschriebenen Mitarbeitern weiter Lohn zahlen - und zwar zu 100 Prozent. Das gilt für einen Zeitraum von sechs Wochen. Danach endet die Verpflichtung und die Krankenkasse zahlt dem Arbeitnehmer fortan das sogenannte Krankengeld. Wie hoch das ist, hängt bei gesetzlich Versicherten vom eigentlichen Gehalt sowie Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld ab. Die Krankenkasse zahlt dem erkrankten Mitarbeiter dann für einen Zeitraum von 72 Wochen Krankengeld. Insgesamt hat der Arbeitnehmer also 78 Wochen - ca. anderthalb Jahre -  Anspruch auf Krankengeld (6 Wochen durch den AG und 72 Wochen durch die Krankenkasse). Im Anschluss erhält der Arbeitnehmer zunächst Arbeitslosengeld I und später dann Arbeitslosengeld II. Das Arbeitsverhältnis besteht aber ständig weiter, solange keine der beiden Seiten wirksam kündigt.

Eine Gesundschreibung braucht es nicht

Wer sich trotz Krankschreibung wieder gesund genug fühlt, um arbeiten zu gehen, kann das ohne Weiteres machen. Es gibt keine Verpflichtung, sich bei seinem Arzt auch wieder “gesund” oder “arbeitstauglich” schreiben zu lassen.

Sport treiben, ins Kino gehen, einkaufen

Wer nicht zur Arbeit gehen kann, darf je nach Art Krankheit auch Sport machen, einkaufen oder ins Kino gehen. Grundsätzlich gilt: Arbeitnehmer dürfen alles machen, was ihre Genesung nicht gefährdet beziehungsweise verlängert. Selbst in den Urlaub fahren darf man mit einer Krankschreibung. Erfährt der Arbeitgeber jedoch, dass man seine Genesung aufs Spiel setzt, ist das ein Grund für eine Abmahnung oder sogar für eine Kündigung.

Der Arbeitgeber darf den Arbeitnehmer kontrollieren

Hat der Vorgesetzte Zweifel an der Krankschreibung des Mitarbeiters, kann er den medizinischen Dienst der Krankenkasse einschalten. Die erstellt dann ein medizinisches Gutachten, das festlegt ob man wirklich krank ist. Kommt heraus, dass man gar nicht krank war, gilt das als Betrugsversuch. Der Arbeitgeber kann dann eine Verdachtskündigung aussprechen. In diesem Fall sollte man sich unbedingt an einen Anwalt wenden. Denn wenn ein Experte am Werk ist, erhöht das fast immer die Wahrscheinlichkeit, am Ende nicht gekündigt zu werden. Kommt es zu einer Auseinandersetzung vor Gericht hat man sonst oft wenig Chancen.

Wenn Sie sich in Krankheitsfragen und Ihren Rechten in solchen Fällen unsicher sind, können Sie die kostenfreie Erstberatung von Chevalier in Anspruch nehmen. In unserer Erfahrung erhöht das Einschalten von externen Experten immer die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich am Ende durchzusetzen. Wenn der Arbeitgeber selbst mit Anwälten arbeitet, haben Sie sonst oft wenig Chancen.

Zu beachten ist aber, dass im Arbeitsrecht jeder seine eigenen Anwalts- und Gerichtskosten trägt. Das ist anders, als zum Beispiel im Zivilrecht - dort muss der Verlierer für alles zahlen. Sollten Sie das Kostenrisiko für den Prozess nicht selbst tragen möchten, bietet Chevalier die Möglichkeit, den Prozess vorzufinanzieren. Bezahlen müssen Sie dann nur im Erfolgsfall.

Sie benötigen Hilfe in einem Kündigungsfall?

Teilen Sie uns Ihren Fall mit und wir erläutern Ihnen gern kostenfrei Ihre Möglichkeiten.

Sie benötigen Hilfe in einem Kündigungsfall?

Teilen Sie uns Ihren Fall mit und wir erläutern Ihnen gern kostenfrei Ihre Möglichkeiten.